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ÜBER UNS
 
Unsere Philosophie
 

Lassen Sie uns unsere wichtigsten Grundvorstellungen in wenigen Worten zusammenfassen.

Philosophie und Zielstellung der NDB Pipe Organ Samples

  1. Wir haben dieses Soundsampling-Projekt erstellt, um
    • Firmen, Studios, Einzelpersonen und Schulen eine Gelegenheit zu geben, mit den von uns gesampelten Orgeln Musik und Aufnahmen zu machen,
    • zum Erhaltung oder zur Wiederherstellung der von uns gesampelten Pfeifenorgeln beizutragen,
    • ein ungarisches Weltklasseprodukt herzustellen.
  2. Bei der Erstellung von NDB wollten wir
    • unschlagbare Qualität und Vielfältigkeit erreichen,
    • einen neuen Standard in der Samplingtechnologie erschaffen.
  3. Mit NDB möchten wir
    • die Zufriedenheit ernsthafter Künstler und Komponisten,
    • eine größere Popularität und ein besseres Verständnis für Pfeifenorgeln und ihre Musikliteratur,
    • das Interesse an Ungarn und Budapest erreichen.
  4. Wir sind der festen Überzeugung dass es wichtig ist, bei mit diesen Sampeln erstellten authentischen Aufnahmen auf ihren elektronischen Ursprung hinzuweisen.

Philosophie unserer Aufnahmen und unseres Soundsampelns

  1. In Zusammenarbeit mit seriösen Organisten und Pfeifenorgel-Experten haben wir sehr sorgfältig ausgewählt, welche Register und Registerkombinationen am wichtigsten für die Aufnahme sind, um eine Bibliothek zu erzeugen, mit der man in der Lage ist, fast die gesamte Pfeifenorgelliteratur aufzuführen.
  2. Wir haben unsere Aufnahmen mit dem besten Equipment durchgeführt, das heute verfügbar ist. Wir haben dazu zwei Neumann U 87 Mikrofone und eine Vorverstärker-Spezialanfertigung ausgewählt. Diese Mikrofone sind im Pro Audio-, Studio- und Broadcastingbereich sehr verbreitet. Wir entschieden, mit 96 kHz und 32 bit Tiefe aufzunehmen, um alles so genau wie möglich zu erfassen. DAT-Rekorder hätten nicht genügt, weshalb wir den Ausgang des Vorverstärkers direkt an einem Computer angeschlossen haben. Viele Stunden mit Messungen, Feinabstimmungen und Diskussionen mit Toningenieuren führten zu dieser Entscheidung.
  3. Die Aufnahme jedes zweiten Tons bei allen charakteristischen Registern, jeder dritten Note bei einigen anderen Registern und jedes einzelnen Tons der Pedaltöne mit 30-40 Sekunden Länge ohne Loop ist konkurrenzlos. Alle Soundveränderungen, Ventil- und Windladengeräusche wurden präzise aufgenommen und erhalten.
  4. "Geräuschfreie" Umgebung. Unsere Aufnahmen fanden spät nachts statt, um in der Kathedrale ein stilles Umfeld zu haben.
  5. Wir glauben tatsächlich, dass Rauschreduzierung wichtig ist. Es ist auch ziemlich riskant: Rauschen zu reduzieren kann den Klang zerstören oder 'sterilisieren'. Um das zu vermeiden, wurde extrem vorsichtig vorgegangen. Der Grund für die Wichtigkeit der Rauschreduzierung ist einfach. In einer Sampling-Bibliothek, in der jeder Ton einzeln gespeichert und wiedergegeben wird, enthält im Vergleich zum Rauschpegel eines einzelnen Tones ein mit den selben verrauschten Samples gespielter Akkord um soviel mehr Rauschen, wie der Akkord einzelne Töne enthält. Messungen beweisen, dass der Rauschpegel sogar noch immer inakzeptabel hoch ist, wenn der Originalton, aus dem ein Akkord aufgebaut würde, selbst nur vernachlässigbar wenig Rauschen enthält. Das ist noch viel schlimmer bei leisen Registern, in denen das Verhältnis Signal-zu-Rauschen ungünstig ist, wie zum Beispiel bei der Voix Céleste.
    Deswegen haben wir das Rauschen des Orgelgebläses aus allen Samples entfernt (nicht reduziert, sondern entfernt), während wir ihre Originalqualität erhalten haben, und wir haben ein eigenes Instrument erstellt, in dem das Orgelgebläse alleine gehört werden kann. Sie können das Orgelgebläse, wenn Sie das wünschen, wieder Ihren Originalaufnahmen hinzufügen. Das Gebläse wird Ihrem Soundtrack somit nur einmal hinzugefügt. Das ist sehr wichtig, wenn Sie umfangreiche Akkorde oder schnell gespielte 'Staccato'-Akkorde spielen. Hören Sie sich hier ein Beispiel zur Rauschreduzierung an (Fonds 8', wma, 224 kB).
  6. Nachbearbeitung unter Beibehaltung der Original-Klangqualität. Damit Nachbearbeitung so genau wie möglich erfolgen kann, ist es sehr wichtig, diese (so wie hier geschehen) bei der Original Samplingfrequenz von 96kHz/32bit durchzuführen. Das Rauschen zu entfernen und dabei den Klang unversehrt zu lassen, hat uns Tausende von Arbeitsstunden abverlangt. Diejenigen Register, die wir nicht entrauschen konnten, wurden nicht in die Bibliothek mit aufgenommen. Die Geräusche der Ventile und das Verhalten der Windlade blieben unversehrt, auch die Release Samples.
  7. Der natürliche Nachhall der Kathedralen wurde so wie er ist aufgenommen und in die Release Samples hineingeschnitten. Auch sie wurden präzise entrauscht, um ein tatsächliches Abklingen bis zur Stille und nicht bis zum Rauschen des Gebläses zu erreichen. Um andere Instrumente , die zusammen mit unseren Samples aufgenommen werden sollen, mit Nachhall zu versehen, haben wir die Impulsantworten der Kathedralen mit MLS und TSP gemessen.
  8. Hochpassfilterungen wurden bei einigen Tönen wegen den Geräuschen außerhalb der Kathedrale vorbeifahrender Autos und Trambahnen durchgeführt, die in unseren Aufnahmen bei etwa 20-200 Hz erschienen. Natürlich haben wir die Aufnahme derjenigen Noten, bei denen diese Frequenzen wichtiger Bestandteil ihres Klangspektrums sind, wiederholt. Höhere Töne haben eine begrenzte Bandbreite bei den tiefen Frequenzen, weshalb sie ausgefiltert wurden.
  9. Hier einige Antworten auf häufig gestellte Fragen.
    Q: Wenn man jeden zweiten oder dritten Ton sampelt ergibt das doch eine andere Stimmung als die der Orgel, oder?
    A: Nein. Es ist möglich, die Samples jedes Tons nachzustimmen, selbst, wenn man nur wenige Samples im Oktavabstand hat, was das Problem ungleicher Stimmung lösen würde, aber diese symphonischen Orgeln sind gleich gestimmt. Es würde nur Probleme geben, wenn man Kombinationen auf ungleichmäßg gestimmter Orgeln sampeln würde, aber das ist hier nicht der Fall. Eine Sampleanzahl von wenigstens 5 je Oktave hat sich als ausreichend herausgestellt, um gut genug zu klingen (hören Sie die Demos). Die Intonation der Pfeifen ändert sich nicht wesentlich bei 3 Halbtönen - denken Sie einfach mal daran, wie seltsam es klingen würde, wenn die Orgel einen zu lauten Ton neben anderen haben würde.
    Q: Wenn man die Samples transponiert, werden die die Windgeräusche mit transponiert, was wiederum unnatürlich klingt.
    A: Das Windgeräusch ist ein Blasgeräusch und ähnelt sehr einem weißen Rauschen oberhalb etwa 3000 Hz. Ein weißes Rauschen hat über alle seine Frequenzen eine gleichmäßige Amplitude, was bedeutet, dass eine Transponierung - eine Verschiebung seiner Freqenzen nach oben oder unten - seinen Klang nicht beeinflussen wird.
    Q: Wenn man die Release Samples transponiert, verändert sich deren Länge, was wiederum einen unnatürlichen Klang bedeutet, richtig?
    A: Nein, nicht unnatürlich. Bitte sehen Sie sich dazu das untenstehende Diagramm an. Es zeigt die T20 Kurve (ISO 3382) des Kathedralnachhalls (die rote Kurve steht für den Mittelwert des linken und rechten Kanals). Wenn man ein Sample 3 Halbtöne nach oben transponiert, würde das die Samplelänge auf 84% seiner Originallänge und damit auch die Nachhallzeit auf 84% verkürzen. Aber wie man auf dem Diagramm (blaue Kurve) sehen kann, haben die transponierten Töne, die höhere Frequenzen als die originalen besitzen, nahezu die selbe Nachhallfärbung. Der Kurvenverlauf folgt dem Originalhall mit einer leicht kürzeren Hallzeit (Kurven sind unterhalb des Originals), weswegen er immer noch sehr ähnlich klingt, wie wenn man in der Kathedrale spielen würde. Selbstverständlich ändert sich die Färbung ein wenig, aber tatsächlich ist dieser Unterschied nicht zu bemerken. Die Hallzeit ist etwas kürzer: Die durchschnittliche Abweichung beträgt 383,72 ms, wenn man ein Sample 3 Halbtöne nach oben, und 261,401 ms, wenn man es 2 Halbtöne nach oben transponiert. Die größte Abweichung ist im 250 Hz Band (795,343 ms). Wie man sehen kann, ist es besser, mehr Samples zu haben (grüne Kurve).

    Die Schlussfolgerung ist, dass die Töne zwischen C3 und A4 in ihren ersten Obertönen einen leicht kürzeren Nachhall haben als in der Wirklichkeit. Das ist ein weiterer wichtiger Grund, warum die convolution reverbs natürlicher klingen als Release Samples.

    Die T20 Kurve ist hergeleitet aus dem –5 dB und –25 dB Abschnitt der Decay Kurve, die der gemessenen Impulsantwort der Kathedrale entstammt. Von jeder dazugehörigen Neigung ist T20 als diejenige Zeit errechnet, um -60 dB des Oiginallevels zu erreichen.

 



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