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Lassen
Sie uns unsere wichtigsten Grundvorstellungen in wenigen Worten
zusammenfassen.
Philosophie
und Zielstellung der NDB Pipe Organ Samples
- Wir
haben dieses Soundsampling-Projekt erstellt, um
- Firmen,
Studios, Einzelpersonen und Schulen eine Gelegenheit zu geben,
mit den von uns gesampelten Orgeln Musik und Aufnahmen zu
machen,
- zum
Erhaltung oder zur Wiederherstellung der von uns gesampelten
Pfeifenorgeln beizutragen,
- ein
ungarisches Weltklasseprodukt herzustellen.
- Bei
der Erstellung von NDB wollten wir
- unschlagbare
Qualität und Vielfältigkeit erreichen,
- einen
neuen Standard in der Samplingtechnologie erschaffen.
- Mit
NDB möchten wir
- die
Zufriedenheit ernsthafter Künstler und Komponisten,
- eine
größere Popularität und ein besseres Verständnis
für Pfeifenorgeln und ihre Musikliteratur,
- das
Interesse an Ungarn und Budapest erreichen.
- Wir
sind der festen Überzeugung dass es wichtig ist, bei mit
diesen Sampeln erstellten authentischen Aufnahmen auf ihren elektronischen
Ursprung hinzuweisen.
Philosophie
unserer Aufnahmen und unseres Soundsampelns
-
In
Zusammenarbeit mit seriösen Organisten
und Pfeifenorgel-Experten haben wir sehr sorgfältig ausgewählt,
welche Register und Registerkombinationen am wichtigsten für
die Aufnahme sind, um eine Bibliothek zu erzeugen, mit der man
in der Lage ist, fast die gesamte Pfeifenorgelliteratur aufzuführen.
-
Wir haben unsere Aufnahmen mit dem besten Equipment
durchgeführt, das heute verfügbar ist. Wir haben dazu
zwei Neumann U 87 Mikrofone und eine Vorverstärker-Spezialanfertigung
ausgewählt. Diese Mikrofone sind im Pro Audio-, Studio-
und Broadcastingbereich sehr verbreitet. Wir entschieden, mit
96 kHz und 32 bit Tiefe aufzunehmen, um alles so genau wie möglich
zu erfassen. DAT-Rekorder hätten nicht genügt, weshalb
wir den Ausgang des Vorverstärkers direkt an einem Computer
angeschlossen haben. Viele Stunden mit Messungen, Feinabstimmungen
und Diskussionen mit Toningenieuren führten zu dieser Entscheidung.
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Die
Aufnahme jedes zweiten Tons bei allen charakteristischen
Registern, jeder dritten Note bei einigen anderen Registern
und jedes einzelnen Tons der Pedaltöne mit 30-40
Sekunden Länge ohne Loop ist konkurrenzlos. Alle
Soundveränderungen, Ventil- und Windladengeräusche
wurden präzise aufgenommen und erhalten.
- "Geräuschfreie"
Umgebung. Unsere Aufnahmen fanden spät nachts statt,
um in der Kathedrale ein stilles Umfeld zu haben.
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Wir
glauben tatsächlich, dass Rauschreduzierung
wichtig ist. Es ist auch ziemlich riskant: Rauschen zu reduzieren
kann den Klang zerstören oder 'sterilisieren'. Um das zu
vermeiden, wurde extrem vorsichtig vorgegangen. Der
Grund für die Wichtigkeit der Rauschreduzierung
ist einfach. In einer Sampling-Bibliothek, in der jeder Ton
einzeln gespeichert und wiedergegeben wird, enthält im
Vergleich zum Rauschpegel eines einzelnen Tones ein mit den
selben verrauschten Samples gespielter Akkord um soviel mehr
Rauschen, wie der Akkord einzelne Töne enthält. Messungen
beweisen, dass der Rauschpegel sogar noch immer inakzeptabel
hoch ist, wenn der Originalton, aus dem ein Akkord aufgebaut
würde, selbst nur vernachlässigbar wenig Rauschen
enthält. Das ist noch viel schlimmer bei leisen Registern,
in denen das Verhältnis Signal-zu-Rauschen ungünstig
ist, wie zum Beispiel bei der Voix Céleste.
Deswegen haben wir das Rauschen des Orgelgebläses
aus allen Samples entfernt (nicht reduziert,
sondern entfernt), während wir ihre Originalqualität
erhalten haben, und wir haben ein eigenes Instrument
erstellt, in dem das Orgelgebläse alleine
gehört werden kann. Sie können das Orgelgebläse,
wenn Sie das wünschen, wieder Ihren Originalaufnahmen hinzufügen.
Das Gebläse wird Ihrem Soundtrack somit nur einmal
hinzugefügt. Das ist sehr wichtig, wenn Sie umfangreiche
Akkorde oder schnell gespielte 'Staccato'-Akkorde spielen. Hören
Sie sich hier
ein Beispiel zur Rauschreduzierung an (Fonds 8', wma,
224 kB).
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Nachbearbeitung unter Beibehaltung der Original-Klangqualität.
Damit Nachbearbeitung so genau wie möglich erfolgen kann,
ist es sehr wichtig, diese (so wie hier geschehen) bei der Original
Samplingfrequenz von 96kHz/32bit durchzuführen. Das Rauschen
zu entfernen und dabei den Klang unversehrt zu lassen, hat uns
Tausende von Arbeitsstunden abverlangt. Diejenigen Register,
die wir nicht entrauschen konnten, wurden nicht in die Bibliothek
mit aufgenommen. Die Geräusche der Ventile und das Verhalten
der Windlade blieben unversehrt, auch die Release Samples.
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Der natürliche Nachhall der Kathedralen
wurde so wie er ist aufgenommen und in die Release Samples hineingeschnitten.
Auch sie wurden präzise entrauscht, um ein tatsächliches
Abklingen bis zur Stille und nicht bis zum Rauschen des Gebläses
zu erreichen. Um andere Instrumente , die zusammen mit unseren
Samples aufgenommen werden sollen, mit Nachhall zu versehen,
haben wir die Impulsantworten der Kathedralen mit MLS und TSP
gemessen.
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Hochpassfilterungen wurden bei einigen Tönen
wegen den Geräuschen außerhalb der Kathedrale vorbeifahrender
Autos und Trambahnen durchgeführt, die in unseren Aufnahmen
bei etwa 20-200 Hz erschienen. Natürlich haben wir die
Aufnahme derjenigen Noten, bei denen diese Frequenzen wichtiger
Bestandteil ihres Klangspektrums sind, wiederholt. Höhere
Töne haben eine begrenzte Bandbreite bei
den tiefen Frequenzen, weshalb sie ausgefiltert wurden.
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Hier
einige Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Q: Wenn man jeden zweiten oder dritten
Ton sampelt ergibt das doch eine andere Stimmung als die der
Orgel, oder?
A: Nein. Es ist möglich, die Samples jedes Tons nachzustimmen,
selbst, wenn man nur wenige Samples im Oktavabstand hat, was
das Problem ungleicher Stimmung lösen würde, aber
diese symphonischen Orgeln sind gleich gestimmt. Es würde
nur Probleme geben, wenn man Kombinationen auf ungleichmäßg
gestimmter Orgeln sampeln würde, aber das ist hier nicht
der Fall. Eine Sampleanzahl von wenigstens 5 je Oktave hat sich
als ausreichend herausgestellt, um gut genug zu klingen (hören
Sie die Demos). Die Intonation der Pfeifen ändert sich
nicht wesentlich bei 3 Halbtönen - denken Sie einfach mal
daran, wie seltsam es klingen würde, wenn die Orgel einen
zu lauten Ton neben anderen haben würde.
Q: Wenn man die Samples transponiert,
werden die die Windgeräusche mit transponiert, was wiederum
unnatürlich klingt.
A: Das Windgeräusch ist ein Blasgeräusch und
ähnelt sehr einem weißen Rauschen oberhalb etwa 3000
Hz. Ein weißes Rauschen hat über alle seine Frequenzen
eine gleichmäßige Amplitude, was bedeutet, dass eine
Transponierung - eine Verschiebung seiner Freqenzen nach oben
oder unten - seinen Klang nicht beeinflussen wird.
Q: Wenn man die Release Samples transponiert,
verändert sich deren Länge, was wiederum einen unnatürlichen
Klang bedeutet, richtig?
A: Nein, nicht unnatürlich. Bitte sehen Sie sich dazu das
untenstehende Diagramm an. Es zeigt die T20 Kurve (ISO 3382)
des Kathedralnachhalls (die rote Kurve steht für den Mittelwert
des linken und rechten Kanals). Wenn man ein Sample 3 Halbtöne
nach oben transponiert, würde das die Samplelänge
auf 84% seiner Originallänge und damit auch die Nachhallzeit
auf 84% verkürzen. Aber wie man auf dem Diagramm (blaue
Kurve) sehen kann, haben die transponierten Töne, die höhere
Frequenzen als die originalen besitzen, nahezu die selbe Nachhallfärbung.
Der Kurvenverlauf folgt dem Originalhall mit einer leicht kürzeren
Hallzeit (Kurven sind unterhalb des Originals), weswegen er
immer noch sehr ähnlich klingt, wie wenn man in der Kathedrale
spielen würde. Selbstverständlich ändert sich
die Färbung ein wenig, aber tatsächlich ist dieser
Unterschied nicht zu bemerken. Die Hallzeit ist etwas kürzer:
Die durchschnittliche Abweichung beträgt 383,72 ms, wenn
man ein Sample 3 Halbtöne nach oben, und 261,401 ms, wenn
man es 2 Halbtöne nach oben transponiert. Die größte
Abweichung ist im 250 Hz Band (795,343 ms). Wie man sehen kann,
ist es besser, mehr Samples zu haben (grüne Kurve).
Die Schlussfolgerung ist, dass die Töne zwischen C3 und
A4 in ihren ersten Obertönen einen leicht kürzeren
Nachhall haben als in der Wirklichkeit. Das ist ein weiterer
wichtiger Grund, warum die convolution reverbs natürlicher
klingen als Release Samples.
Die
T20 Kurve ist hergeleitet aus dem –5 dB und –25
dB Abschnitt der Decay Kurve, die der gemessenen Impulsantwort
der Kathedrale entstammt. Von jeder dazugehörigen Neigung
ist T20 als diejenige Zeit errechnet, um -60 dB des Oiginallevels
zu erreichen.
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